Ein Bruch, lateinisch Hernie, bezeichnet den Austritt von Eingeweiden aus einer angeborenen oder erworbenen Lücke in den tragenden Bauchwandschichten. Durch den Druck in der Bauchhöhle können die tragenden Bauchwandschichten soweit auseinanderweichen, dass es zu einer sichtbaren Vorwölbung der restlichen Schichten kommt. Der Bruch kann mit einem Fettzipfel oder mit Darmschlingen ausgefüllt werden. Ein Bruch im erwachsenen Alter heilt nie von selbst. Neben Beschwerden besteht immer eine potentielle Gefahr der Einklemmung von Darmgewebe (Inkarzeration).

In unserem Hernienzentrum versorgen wir alle Arten von Brüchen (Hernien). Hierzu gehören die Bauchwand-, Leisten-, Narben-, Nabel- und Zwerchfellhernie, die parastomale Hernie und einige seltene Hernienformen wie z.B. lumbale Hernien, welche am Rücken auftreten. Auch sehr ausgedehnte Hernien und Kombinationsformen (sog. komplexe Brüche) versorgen wir stets nach aktuellen Leitlinien. Unsere Klinik nimmt an der prospektiven Qualitätssicherungsstudie (www.herniamed.de)  teil. Hierdurch ist eine engmaschige Nachuntersuchung und Qualitätskontrolle aller unserer Bruchoperationen gewährleistet (Siegel „Qualitätsgesicherte Hernienchirurgie“). Jeder unserer Hernienchirurgen absolviert jährliche Fortbildungen und praxisbezogene Hospitationen sowie die „Hernienschule“ nach den Vorgaben der Deutschen Herniengesellschaft.

In unserer Herniensprechstunde (Dienstag und Donnerstag 11:00 bis 13:00 Uhr) werden Sie kompetent beraten. In der Regel wird eine Ultraschalluntersuchung, sofern erforderlich zusätzlich eine CT- und/oder MRT Diagnostik durchgeführt. Unsere Untersucher haben eine mehrjährige Erfahrung in der Diagnostik und sind für die Sonographie zertifiziert (DEGUM Stufe I ).

In der Sprechstunde beraten wir Sie persönlich zum idealen Zeitpunkt der Operation, zum chirurgischen Vorgehen und der Nachbehandlung.

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